Die Kelten Buchtips zum Thema Kelten

Innerhalb der Gruppe Keltoi beschäftigen wir uns mit der keltischen La Tene D Zeit. Meine Frau und ich haben uns auf die Darstellung von Treverer des ersten Jahrhunderts v.d.Z. festgelegt.
"Der Stamm der Treverer hat die bei weitem stärkste Reiterei in ganz Gallien und verfügt über zahlreiche Fußtruppen. Zwei Männer stritten in diesem Stamm um die politische Führung: Indutiomares und Cingetorix. Sobald bekannte wurde, dass Caesar mit seinen Legionen eingetroffen sei, kam der eine der beiden, Cingetorix, zu Caesar und versicherte ihm, dass er mit seinem Anhang alle Verpflichtungen Caesar gegenüber einhalten und den Freundschaftsvertrag mit dem römischen Volk nicht brechen werde."
(Zitat aus Caesars gallischem Krieg)
Weiterhin ist bekannt das die Treverer den gallischen Versammlungen (concilia Gallorum), die Caesar regelmäßig einberief, in den Jahren 55 und 54 v.d.Z. fernblieben. D.h. die Treverer waren stark genug um sich selber gegen die Germanen zu wehren, ohne ständig bei Caesar um Hilfe zu betteln, sie verhielten sich neutral und waren bei der entscheidenden Schlacht in Alesia (52 v.d.Z.) nicht beteiligt. Dies stärkte auch die Handelsbeziehungen, denn das treverische Handwerk war sehr beliebt. Deshalb nennt man auch das Ende der Spätlatenezeit die Trevererkultur. Zudem wurden sie durch ihre Neutralität auch nicht unterworfen und zwangsromanisiert, und konnten weitgehend in ihrer Kultur weiterleben. Der dadurch entstandene Reichtum ist an den vielen römischen Villa Rustikas zu erkennen, die oft vom keltischen Adel erbaut wurden. Ein weiteres Indiz sind die vielen Terra Sigilata Funde aus treverischer Herstellung in vielen römischen Siedlungen, Villen oder Kastellen in Europa.

Die Kelten waren kein kulturloses barbarisches kriegerisches Volk, wie es gerne dargestellt wird, die nichts anderes im Kopf hatten als sich mit Römern zu prügeln. Barbarisch steht für nichts anderes als fremd, d.h. für die Römer waren die Bräuche, Sitten und mit Sicherheit ihre raue Umgangsformen fremd. Als barbarisch galt es auch lange Hosen zu tragen und Wein pur zu trinken.
Natürlich waren die Kelten sehr kriegerisch, aber nicht mehr oder weniger als die anderen Völker. Die Römer wegen ihrer Expansionspolitik, die Germanen weil sie sich keine Vorräte für den Winter anlegten und dann auf Raubzug gehen mussten, und die Kelten zu früherer Zeit um neues Ackerland zu erschließen und ihre Handelsmacht auszubauen. Später mussten sie sich gegen die von Osten kommenden Germanen wehren, und kämpften in Stammesfeden aus Machtgier der verschiedensten Stammesführer untereinander. Aus diesem Grund wurde sogar Caesar ins Land gebeten um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Vor dem gallischen Krieg waren aus diesem Grund ständig römische Legionen in Land.

An dieser Stelle noch eine Anmerkung an die sich mit Römer kloppenden Gruppen:
Phalanx (eine ununterbrochene, mehrere Glieder tiefe Front. Die Schilde der Soldaten der 1. Reihe lagen dabei schuppenförmig übereinander) oder Testudo (wörtl. Schildkröte; Schutzdach aus den übereinander gelegten Schilden), denn dies ist bei den Kelten ebenso üblich.
Zitat aus Caesars gallischem Krieg:
"Die Belger gehen bei der Belagerung genauso vor wie die Gallier: Sobald sie die Mauern völlig mit einer starken Streitmacht eingeschlossen haben, fangen sie an, von allen Seiten Steine auf die Mauern zu schleudern. Sobald die Mauern von Verteidigern entblößt sind, bilden sie ein Schilddach, rücken gegen die Tore vor und versuchen, die Mauern zum Einsturz zu bringen."
- Jede andere Art der Geschichtsdarstellung ist Volksverdummung -