keltische Geschichtsdarstellung  

 

 
Instrumente
 
Musik
   
 


Auloi (griech.) (lat.Tibiae):
Das wohl neben der Cithara am häufigsten verwendete Instrument der Antike. Es wird oftmals fälschlicherweise als "Doppelflöte" bezeichnet. Es handelt sich hierbei aber eindeutig um ein Doppelrohrblattinstrument das aus zwei Auloi besteht, und vom Auleten gleichzeitig gespielt werden. Der früheste Fund der als Auloi interpretiert wird datiert um 5000 v. Chr., er verschwinden erst mit dem Ausklang der Spätantike. Die Auloi bestanden aus Bein, Holz oder Metall und waren teilweise sogar mit komplizierten Klappensystemen versehen. Über Ihre Spielweise wird viel diskutiert. Sicher wurden sie unisono gespielt, wahrscheinlich aber auch mit wechselndem Bordun. Um dem Auleten das anstrengende Anblasen zu erleichtern spielte man die Auloi oft mit einer Binde namens Phorbeia. Die Auloi fanden in allen Bereichen des Lebens Verwendung, bei Opferzeremonien, zum Tanz, beim Bankett oder in der Hausmusik. Sie wurden auch von Frauen gespielt.

Auloi   Auloi


Plagiaulos (griech.) ( lat. Fistula Obliqua):

Eine Querflöte die ihren Ursprung wohl in Libyen hatte und in Ägypten bei Zeremonien, vor allem denen des Serapis-Kultes, Verwendung fand. Es gibt aber auch Funde aus Griechenland. Der Plagiaulos war wohl ebenfalls teilweise mit Klappen versehen.

Plagiaulos


Syrinx (griech.) (lat. Fistulae)
:
Pan-Flöte aus Schilfrohr, Holz oder Metall, die im bäuerlichen Bereich und im dionysischen Kult Verwendung fand. Ebenso ein Instrument des einfachen Mannes waren Flöten aus Knochen mit einem Labium aus Bienenwachs.

Syrinx und Knochenflöten


Lituus (lat.):

Militärisches Signalinstrument, das aber auch zu früherer Zeit bei Leichenumzügen Verwendung fand. Der Lituus wurde hauptsächlich im Abschnitt des deutschen Limes gefunden und wurde wohl hauptsächlich von der Kavallerie verwendet. Blechblasinstrumente wurden in der Antike ausschließlich von Männern gespielt.

Lituus


Tympanum:

Die Trommel der Antike war eine einfache mit Ziegenhaut bespannte Rahmentrommel, wie sie auch heute noch im Orient Verwendung findet. Sie wurde nur mit der Hand gespielt. Es gab sie in verschiedenen Größen. Das Tympanum spielte vor allem im Kybelekult eine wichtige Rolle und wurde dort auch bei den orgiastischen Umzügen verwendet.

Tympanum


Crotala:

Rhythmusinstrument ähnlich der Kastagnette, das meist von Tänzerinnen als Akzent in ihrem Tanz verwendet wurde.

Crotala


Cymbala: (übersetzt aus dem griech.: Missklang)

Becken in verschiedenen Größen, die einen scheppernden Klang erzeugten und die vornehmlich im Dionysos- und Kybelekult innerhalb orgiastischer Rieten oder Mysterienspielen Verwendung fanden.

Cymbala


Nabilium
Saiteninstrument mit 5 Spielsaiten und 2 "Schnarrseiten". Das Instrument wird in der Antike als Instrument mit lustigem Klang beschrieben. Es wurde oft von Frauen gespielt, die sich den Musen verschrieben hatten.

Nabilium


Antike Bügelharfe
Harfe mit gebogenem Korpus und einem kleinen Klangkörper der Teils mit Fell bespannt war, und 10-15 Saiten besaß. Die Harfe wurde in der römischen und griechischen Antike nur von Frauen gespielt. Sie findet sich meist in Darstellungen des häuslichen lebens oder in Zusammenhang mit Hetären.

Bügelharfe


Cithara
Neben dem Aulos das häufigste Instrument der Antike. Unsere rekonstruierte Form wird als Wiegencithara bezeichnet, diese Art wurde nur von Frauen gespielt. Das Instrument besteht aus einem flachem Klangkörper und besitzt 5-7 Saiten aus Darm. Diese haben, um unterschiedliche Tonhöhen zu erreichen, verschiedene Stärken. Die Melodie wird von der linken Hand gespielt, während die rechte Hand begleitet.

Wiegencithara